Die WSSTP Konferenz

Am ersten Tag des zweiten Blocks habe ich an einer Konferenz des WSSTP teilgenommen. Der WSSTP bezeichnet sich als Water Supply and Sanitation Technology Platform. Es ist ein Netzwerk aus verschiedenen Unternehmen und Verbänden und ist erst zwei Jahre alt. WSSTP wird angeführt von den großen französischen Unternehmen Viola und Suez. Das Thema der Konferenz ist Wasser in der urbanen Umgebung. Erstaunlicherweise kann ich den Vorträgen gut folgen. iPad macht es möglich. Kann ich mal ein Wort nicht übersetzen, dann frag ich schnell den Google Translater. Toll ! In der Pause habe ich mich mt einer holländischen Politikerin unterhalten. Sie wollte viel über die Wasserversorgung in Troisdorf wissen und war begeistert davon, dass wir unser Wasser nicht chloren müssen. Von der Konferenz habe ich folgendes mitgenommen: - Die Franzosen preisen ihre niedrigen Wasserpreise an. Man muss wissen, dass der Staat die Trinkwasseversorgung sehr stark subventioniert. - Die Türken wollen zeigen, dass sie EU-fähig sind. - Italiener waren gar nicht zu sehen. Deutsche übrigens auch nicht. - Die skandinavischen Länder können scheinbar ganz gut mit den Franzosen. - Die französichen Wasserversorger denken viel wirtschaftlicher und vor allem globaler. Sie wollen ihre Technik weltweit verkaufen. - Vorbeugender Gewässerschutz ist hier überhaut kein Thema. - Hier wird immer von dem critical element water gesprochen. Das habe ich ganz anders gelernt. Aber der Hintergrund ist klar. Man will die Aufbereitungstechnik vermarkten. Die Konferenz fiindet in einem Hotel statt. Man wird gut versorgt. Zum Kaffee gibt es immer ein riesiges Tablett Leonidas Pralinen oder wahlweise Neuhaus Schokolade. Man kann aber auch frisches Obst essen. Morgen geht es um 9:00 Uhr weiter. Mittags treffe ich mich mit Herrn Wetzel. Dann erfahre ich, was wir am Donnerstag noch so vor haben.

18.4.13 15:59, kommentieren

Leiterin des VKU Büros kennenlernt

Am dritten Tag hatten wir wieder einen Termin. Die Leiterin des VKU (Verband kommunaler Unternehmen) Büros hat uns eingeladen. Ihre Themen waren die Ausschreibungspflicht von Konzessionen, Energieeffizienrichtlinie und die Zusammenarbeit der deutschen Verbände DVGW, BDEW und VKU. Nachdem Herr Wetzel und Frau Witte sich ausgetauscht hatten, habe ich auch einige Fragen stellen dürfen. Konkret habe ich nach den Förderbedingungen für das Progress.NRW Programm gefragt. Sie wird diesen Punkt weiterleiten an die ASEW. Ausserdem habe ich nach der Auslegung der Energieeffizienzrichtlinie gefragt. Es geht im wesentlichen um die Fragestellung, ob Energieversorger wirklich verpflichtet werden können 1,5 % Energie pro Jahr einzusparen. Hier konnte sie mich beruhigen. Die Regelung ist wohl deutlich entschärft worden. Stadtwerke sollen nur verpflichtet werden Energieberatung anzubieten. Das reicht aus. Die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie in nationales Recht ist aber im vollen Gang. Auf dem Rückweg sind wir bei Leonidas eingekehrt. Für 11€ ca. 4.000 kcal eingekauft. Am Nachmittag habe ich an meinem Artikel für die ewp gearbeitet. Um ca. 17:00 Uhr habe ich das Büro verlassen. Herr Wetzel hat mir noch den Schlüssel gegeben, da er nächste Woche Dienstag nicht da ist. Um ca. 17:30 Uhr war ich dann am Bahnhof Brüssel Central. Da teilte mir dann ein sehr freundlicher Bahnbediensteter mit, dass der Thalys heute von Brüssel Nord abfährt. Am Bahnhof Brüssel Nord sagte mir dann ein ebenfalls netter Bahnbediensteter, dass der Zug doch am Bahnhof Brüssel Central abfährt. Also bin ich wieder zurück. Dann habe ich natürlich bei demselben Bahnbediensteten nachgefragt. Der sah dann erst, dass ich mit dem Thalys fahre möchte. Nein, dazu kann er nichts sagen. Ich musste zu den internationalen Schaltern. Dort war eine nette junge Dame, die mich zu dem Gleis gebracht hat (natürlich im Laufschritt, es war mittlerweile 10 Minuten vor Abfahrt des Thalys), an dem der Zug nach Brüssel Midi abfuhr. Denn von Brüssel Midi fuhr dann mein Thalys, den ich glücklicherweise auch noch erreicht habe.

1 Kommentar 16.4.13 07:57, kommentieren

Leiterin des VKU Büos

Am dritten Tag hatten wir wieder einen Termin. Die Leiterin des VKU (Verband kommunaler Untnehmen) Büros hat uns eingeladen. Ihre Themen waren die Ausschreibungspflicht von Konzessionen, Energieeffizienrichtlinie und die Zusammenarbeit der deutschen Verbände DVGW, BDEW und VKU. Nachdem Herr Wetzel und Frau Witte sich ausgetauscht hatten, habe ich auch einige Fragen stellen dürfen. Konkret habe ich nach den Förderbedingungen für das Progress.NRW Programm gefragt. Sie wird diesen Punkt weiterleiten an die ASEW. Ausserdem habe ich nach der Auslegung der Energieeffizienzrichtlinie gefragt. Es geht im wesentlichen um die Fragestellung, ob Energieversorger wirklich verpflichtet werden können 1,5 % Energie pro Jahr einzusparen. Hier konnte sie mich beruhigen. Die Regelung ist wohl deutlich entschärft worden. Stadtwerke sollen nur verpflichtet werden Energieberatung anzubieten. Das reicht wohl aus. Die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie in nationales Recht ist aber im vollen Gang. Auf dem Rückweg sind wir bei Leonidas eingekehrt. Für 11€ ca. 4.000 kcal eingekauft. Am Nachmittag habe ich an meinem Artikel für die ewp gearbeitet. Um ca. 17:00 Uhr habe ich das Büro verlassen. Herr Wetzel hat mir noch den Schlüssel gegeben, da er nächste Woche Dienstag nicht da ist. Um ca. 17:30 Uhr war ich dann am Bahnhof Brüssel Central. Da teilte mir dann ein sehr freundlicher Bahnbediensteter mit, dass der Thalys heute von Brüssel Nord abfährt. Am Bahnhof Brüssel Nord sagte mir dann ein ebenfalls netter Bahnbediensteter, dass der Zug doch am Bahnhof Brüssel Central abfährt. Also bin ich wieder zurück. Dann habe ich natürlich bei demselben Bahnbediensteten nachgefragt. Der sah dann erst, dass ich mit dem Thalys fahre möchte. Nein, dazu kann er nichts sagen. Ich musste zu den internationalen Schaltern. Dort war eine nette junge Dame, die mich zu dem Gleis gebracht hat (natürlich im Laufschritt, es war mittlerweile 10 Minuten vor Abfahrt des Thalys), an dem der Zug nach Brüssel Midi abfuhr. Denn von Brüssel Midi fuhr dann mein Thalys, den ich glücklicherweise auch noch erreicht habe.

16.4.13 07:57, kommentieren

Der erste Termin

Und schon wieder bei strömenden Regen ins Büro. Dieses mal bin ich unterwegs an der Vertretung der Färöer Inseln, dem Renewable Energy House, dem europäischen Parlament und der europäischen Kommission vorbei gekommen. Ich gehe jeden Tag einen anderen Weg, damit ich möglichst viel sehe. Um 10:30 Uhr hatten wir unseren den ersten Termin bei Frau Bonhage. Sie ist die General Sekretärin der Eureau (European Federation of National Association of Water Services). Es war ein sehr langes Gespräch (ca. 4 Stunden). Leider darf ich nicht viel berichten, da ich ihr meine Verschwiegenheit zusagen musste. Vielleicht nur soviel, es scheint sehr schwierig zu sein aus den Unternehmen Vorstände/Geschäftsführer zu gewinnen, die sich für die Interessen des Verbandes einsetzen wollen und können. Weitere Themen waren die Ausschreibungspflicht für Konzessionen, die Wasserpreisgestaltung und natürlich der vorbeugende Gewässerschutz. Hier werde ich ihr mit Jürgen mal ein Informationspaket zusammenstellen. Natürlich habe ich sie auch nach Troisdorf eingeladen, um sich die Arbeit des Arbeitskreises zeigen zu lassen. Sie sagte dann, dass sie auch nach Oslo, Barcelona, Paris und weitere europäische Großstädte eingeladen ist. Sie wird sich aber bestimmt für Troisdorf entscheiden, ich bin mir sicher. Später im Büro habe ich recherchiert was der WssTP ist. Hier bin ich nächste Woche auf einer Konferenz. Der Verein ist ein neuer Verband von nationalen Wasserverbänden. WssTP steht für European Water Supply and Sanitation Technology Platform. Wenn das mal nicht eine Konkurenz zum Eureau ist. Anschließend habe ich für Herrn Wetzel noch etwas Recherche Arbeit machen müssen und dann war der Tag auch schon zu Ende. Morgen haben wir einen Termin beim VKU.

11.4.13 13:17, kommentieren

Der erste Arbeitstag

Im strömenden Regen bin ich heute morgen ca. 2 km vom Hotel zum DVGW Büro gelaufen. Auf dem Weg durch das Europaviertel wimmelt es nur so von Gebäuden, die irgendetwas mit Europa zu tun haben. An fast jedem Gebäudeeingang ist zu erkennen, dass dort Interessenvertretungen vertreten ist. Sogar die Quäker haben ein eigenes Haus von dem sie ihre Ziele aus verfolgen.

Von Weitem schon kann ich das Denkmal geschützte Haus des DVGW erkennen. Es ist ein altes Hotel. Heutiger Eigentümer ist der belgische Gasverband.

Zur gleichen Zeit kommt auch schon Herr Wetzel, der mit seinem Auto aus Bonn gekommen ist. Pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit. Paul, der Hausmeister, lässt uns herein.

Nach einem kurzen Rundgang durch das tolle, alte Gebäude (bei jedem Schritt knirscht der alte Holzboden) trinken wir zunächst einen Kaffee. Anschließend zeigt er mir mein Büro (siehe angehängtes Foto). Es ist sehr geräumig und mit einem antiken Holschrank ausgestattet. Ich habe einen tollen Ausblick auf die Straßen des Europaviertels.

Herr Wetzel nimmt sich anschließend ca. 3 Stunden Zeit und erklärt mir die Zusammenarbeit der nationalen und internationalen Gas- und Wasserverbände. Wer sich für was und warum einsetzt. Es ist unglaublich welche Verbände es gibt und wer mit wem gut kann und wer mit wem überhaupt nicht klar kommt. Sehr interessant ist auch, dass sich Erdgas durch verschiedene Initiativen wieder mehr in den Fokus der Politik gerückt hat. Das liegt vor allem an einer Initiative, die sich gas naturally nennt. Hier haben sich internationale Gasverbände zusammengeschlossen und machen sehr gute Lobbyarbeit. Nächste Woche wird z.B. ein Kongress veranstaltet, zu dem ich auch hingehen werde.

Beim DVGW ist man allerdings skeptisch was diese Organisation angeht. Hier geht es wohl nur um die Interessen eines Landes. Daher hat man sich bisher auch nicht angeschlossen.

Morgen erwarten mich die ersten Termine. Ein Gespräch soll auch in Englisch geführt. Mal sehen, ob ich folgen kann.

Am Abend habe ich dann noch ein unglaubliches Fußballspiel gesehen. BVB gegen Málaga in einem irischen Pub.





4 Kommentare 9.4.13 18:40, kommentieren

Der erste Tag in Brüssel

Heute Nachmittag habe ich mich mit jeder Menge Gepäck vom Troisdorfer Bahnhof auf nach Brüssel gemacht. In Köln habe ich noch schnell eine Curry Wurst gegessen.

Kurz hinter Aachen kam dann die Durchsage, dass der Zug eine andere Strecke nehmen muss. Das bedeutete ca. eine Stunde Verspätung. So hatte ich mehr Zeit mir die Richtlinien-Entwürfe von Herrn Wetzel durchzulesen.

Die Titel der beiden Entwürfe sind "Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe" und "Maßnahmen zur Gewährleistung einer hohen gemeinsamen Netz- und Informationssicherheit in der Union". Mein erster Eindruck war, dass die Dokumente sehr strukturiert aufgebaut sind. Es gibt immer zuerst eine sehr ausführliche Einleitung, dann den eigentlichen Gesetzestext und abschliessend den Finanzbogen zum Rechtsakt. Der Finanzbogen erinnert mich etwas an unseren Projektsteckbrief. Das haben die sich in Brüssel bestimmt von uns abgesehen.

Grundsätzlich klingen die Richtlinien sehr vernünftig, aber es ist doch eine sehr hohe Flugebene. Für einen Ingenieur wenig Handfestes. Allerdings hat es mich schon beeindruckt, dass es schon 150.000 öffentlich zugängliche Ladestationen für Eektrofahrzeuge in Deutschland geben soll. Ziel ist allerdings bis 2020 die zehnfache Menge und alle sollen mit Messsystemen ausgestattet werden. Ein riesen Markt.

Ich bin mittlerweile in meinem Apartment angekommen. Recht großzügig und alles sauber. Ich war auch schon das Wichtigste einkaufen. Gleich gehe ich noch ins Fitness Studio. Dann ist Feierabend.

Die Vorfreude auf morgen steigt.

1 Kommentar 8.4.13 20:12, kommentieren

Koffer packen

Heute ist Koffer packen angesagt. Gestern hat mich mit Herr Wetzel nochmals angerufen. Es ist alles vorbereitet. Mein Arbeitsplatz ist bereits eingerichtet und die ersten Termine sind gemacht.

 

6.4.13 12:32, kommentieren